Der Sommer war mit uns.

Schwups ist schon wieder ueber ein Monat um, dass ich das letzte Mal einen kurzen Bericht erstattet habe. Die Ferien sind laengst schon wieder vorbei, wir arbeiten beide wieder fleissig fuer unsere norwegischen Kronen, das Boot steht wieder an seinem Platz, die Besucher sind heim und die grosse Trockenheit hat sich in Starkregen verwandelt. Auch hier war es seit Mai sehr sehr trocken, kein Regen und am Morgen schon fast immer 20 Grad. Auch das ist fuer hier in den „suedlichen“ Lagen sehr ungewøhnlich. Bei anstehenden Gewitter kamen doch nur Blitzeinschlaege, die dann zu mehreren Waldbraenden gefuehrt haben. Die Bauer bekamen auch Probleme genug Futter von den Wiesen zu ernten. Tiere, die jetzt auf den Weiden stehen, mussten bereits mit dem Winterfutter bei Laune gehalten werden oder wurden eben gleich notgeschlachtet. Heisst fuer uns im Herbst eine Ueberfuelle an Fleisch, dann aber im naechsten Jahr ein Mangel, den wir dann aus den subentionierten EU Staaten einfuehren duerfen. Na da freut sich die Øko – Claudi auf noch mehr vegetarische Wochengerichte 🙂 Bis dahin ist die Garage hoffentlich fertig, so dass mir der Bauherr vom Salat nicht vom Geruest faellt 🙂

Ja ihr Lieben – glaubt man nicht, dass die Schreibpause auch eine Denkerpause war. Wie immer tanzen meine Gedanken hin und her, leider faellt es mir schwer, diese sinnvoll niederzuschreiben um evtl gute Ansaetze ins Netz zu geben. Aber nun, das sollte hier nicht das Thema sein…

Also wir hatten einen traumhaften Sommer.

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Dem Wasser so nah.

Aus Interesse an Bewegung, frischer Luft und Nähe zur Natur war ich zweimal paddeln. Einmal im Fjord und gestern Abend im See. Auch hier kann der Wind viel abverlangen und meine Arme wurden gefühlt immer länger 🤪 Aber wie wunderschön es ist dem Wasser so natürlich nah zu sein. Ruhe, weiter Blick, Nähe zu den Vögeln, eine Möwe die brütet, eine Schwanfamilie auf einer kleinen Insel und sich einfach gleiten zu lassen. 🛶😍 Schön wenn sich Freunde für so etwas Zeit nehmen und einen „unterrichten“ 😀 Hier die ersten wackeligen Fotos von der gestrigen Tour.

Wärmere Luft.

Nach doch relativ kalten Ostern in Deutschland, war der Ostermontag in Mandal ein erstes hoffnungsvolles Zeichen für Frühling.

Calle und ich packten den Kaffee ein und liefen am Kvernhusvannet in Søgne lang. Da verschwanden glatt meine über Ostern aufkommenden Rückenschmerzen in Wohlgefallen. Ein paar glatte und schneebedeckte Wege hielten dennoch Herausforderungen parat.

Zurück daheim gab es dann Osterwasser im Garten 🌷🥂🍾 Auch Mia erfreute sich an der warmen Luft.

Der Schnee bei uns ist brav langsam und ohne viel Regen geschmolzen. Somit tragen die Wiesen kaum Wasser. Also alles trocken im Haus 👏

Und jetzt, wo bei euch in Deutschland ja schon der Sommer mit 21 Grad ausgebrochen ist, fangen hier endlich auch die Krokusse die Führung in der teilweise noch gefrorene Erde zu übernehmen.

Velkommen vår 👏

Auf dem Lande…

… laesst es sich ja am besten feiern, nicht nur weil man den Abend nicht vorzeitig abbrechen kann, da man heim muss sondern auch weil die „Einfachheit“ des Lebens mal wieder so richtig schøn in den Vordergrund tritt.

Seit 3 Jahren schon laden uns Unn und Helge zu ihrem jaehrlichen „Vinterfest på Kaddan“ ein. Der kleine Ort Kaddan ist ca 40 Autominuten von Mandal entfernt. Die høchste Anhøhe liegt bei 300 m. Hier muss man schon etwas „lokalkjent“ sein um das Geburtshaus von Helge zu finden. Dort oben schlaegt eine andere Zeit. Ein altes Haus mit Fenster, die den Wind noch durchlassen. Eine Biotoalette, die sich auch bei Stromausfall gut benutzen laesst und knarrende schwere Tueren. Die ehemalige Scheune wo mal viele Tiere gehalten worden sind, wurde mit Herz und Seele in einen grossen Raum umgestaltet, der zum Feiern einlaedt. Und das kønnen Unn und Helge sehr gut. An dem grossen 6 m langen soliden Eichentisch sind 20 Teller und Glaeser aufgestellt. Licht bekommen wir durch eine Menge Kerzen. Die Waerme wird durch den offenen Kamin abgegeben und ja ein Gasofen in der hinteren Ecke tut auch sein Gutes 🙂

Willkommensdrink muss sein.

Dort oben am Nachmittag angekommen, erwartet uns schon eine gute Menge Schnee. Der Strom faellt ein paar Stunden vor Festanfang aus und Calle und ich karren noch ein Notstromaggregat im Auto mit. Arne und Anne hatten es in unserem Auto also recht kuschlig. Viel Platz war nicht mehr wenn man bedenkt, was man pløtzlich alles braucht, wenn kein Strom mehr da ist 🙂 Dennoch fand ich den Gedanken gar nicht so schlimm. Denn schliesslich fahren wir aufs Land und da kann das ruhig mal so richtig uhrig sein 🙂

Das Essen wurde auf einem Gasofen zubereitet. „Rømmegrøt med kanel og sukker“. Also das ist eine Art saurer Cremefraiche mit Mehl und viel Ruehrenergie. Nicht jedermanns Sache aber man/frau gewøhnt sich dran. Diese Speise war frueher der Energiekick fuer die Bauern auf dem Feld. Also passend fuer die Feier auf dem Lande. Dazu gab es natuerlich noch Flatbrød (duennes Brot) und selbstgebackenes Knaeckebrot mit „spekemat“ (Schinken, Kaese usw). Jede Menge guten Wein und eiskaltes Wasser.

Nur keine Klumpen bitte, Unn 🙂

Helge erzaehlte uns Geschichten vom frueheren Leben auf Kaddan und ihm ist es gelungen die Gaeste mit in alte Erinnerungen einzubeziehen 😀

Es wurde gelacht, gegessen, getrunken und eine Menge getanzt. Dank der tuechtigen Elektriker, die auch an diesem Wochenende Schichten schoben, kam der Strom am Abend zurueck und somit war uns jede Menge gute Tanzmusik sicher. Am fruehen Sonntagmorgen øffneten wir dann die Tuer der alten Scheune und wollten leicht bedueselt den kurzen Weg ins Haupthaus zum Schlummern antreten. Nix da, fast 1 m Schnee mit ordentlichen Verwehungen liessen den Weg ins Haus nur erahnen. Wir stampften, wir fielen in das kalte Weiss und hatten gut gegen den Wind zu kaempfen. Nach ein paar Stunden Schlaf und mit dem ersten Blick bei Helligkeit aus dem Fenster, dachten wir alle ob wir nicht gleich eine Meldung an unsere Arbeitgeber absetzen, dass wir hier nicht mehr wegkommen 🙂 Kaffee kochen, den Kamin warm halten und einfach die Aussicht aus den fast verschneiten Fenster geniessen.

Weder Wege noch die Tuer zur Scheune waren zu sehen. Geschweige denn unsere Automobile. Stunden haben wir gebraucht um uns von A nach B zu kaempfen. Ein alter Schlitten und Schneeschuhe, die in der Scheune vorraetig waren, halfen uns die Dinge zu transportieren. Und Schaufeln, wie gut das tat, das Schippen 🙂

Der Weg ins Tal war ebenso abenteuerlich denn er war kaum zu sehen. Die Baeume ringsherum gaben uns zu verstehen, dass wir nicht all zu lange an einer Stelle ueberlegen sollten, wo es denn nun weiter geht 😉 Stromleitungen fielen uns fast „zu Fuessen“. Hier in Norwegen gibt es eben hauptsaechlich Oberleitungen und keine Fiebernetze unten  😉  Aber ja, wir fanden heim, sonst kønntet ihr ja das hier jetzt nicht lesen und auch in Mandal gab es Schnee und Chaos. Aber die Mengen waren deutlich reduzierter.

Ein Wochenende vollen Herausforderungen und gut, dass frau nicht immer weiss, was sie so erwartet. Klasse bei solchen Erlebnissen dabei sein zu duerfen mit diesen tollen Menschen ❤

Nun ist aber schon wieder Tauwetter, jedenfalls hier unten an der Suedkueste, und die Wiesen fuellen sich… Na alles wird gut 🙂

 

Danzig und noch mehr Wasser 

Zurück von einer interessanten und schönen Tour in Danzig, treten wir wieder auf nassen Boden im Keller. Regen, Regen und noch mehr Regen. Also wieder Pumpen und trocknen. Und versuchen das Problem zu lösen. Am Wochenende wird gegraben. 

Dennoch hatten wir schöne Tage in Danzig zusammen mit Unn u Helge. Leider auch mit nur grauen Wetter. Also wer hat die Sonne gemietet? 

Hoch hinaus über den Dächern von Danzig.


Sopot.


Es muss nicht immer alles gerade sein. Das schiefe Haus von Sopot.



Ein skål auf Helge und mich.


Neuer See auf der Harkmark 😦

Herbst

Nach wieder tagelangen Regen, kämpfte sich heute mal die Sonne durch die Wolken. Ich zog mir die wasserfesten Wanderschuhe an und besuchte unseren schönen Wald. Frische Luft, rauschendes Wasser und weiche Waldwege mit der noch leicht wärmenden Sonne im Rücken, taten meinem trägen Körper gut. ☺️

Euch allen ein schönes Wochenende 🍂🍃🍁☀️



Wandern in der Nordmarka

Vor ein paar Stunden bin ich wieder auf der Harkmark angekommen nach einem wirklich schønen Wochenende in Oslo, besser gesagt in der Oslomarka – Romeriksåsene.

Meine Freundin Katrin arbeitet derzeit am Universitaetskrankenhaus in Oslo und gerne wollte ich sie besuchen. Sie lud mich ein und wir entschlossen uns, eine gemeinsame Wandertour zu machen. Mich hat das erst verwundert, denn mir war nicht bewusst, dass man/frau so gut in der Umgebung von Oslo tagelang laufen gehen kann. Die Nordmarka ist das groesste und zentralste Gebiet der Oslomarka.

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Am Freitagabend in Oslo angekommen, wird gemeinsam nochmal genau geplant – bei einem guten Glas Rosewein 🙂

Katrin ist ein absoluter Naturfreund und Mitglied im DNT (Den norske turistforening). Damit hat sie einen Generalschluessel zu den ca 500 Wanderhuetten in Norwegen 🙂 Somit buchte sie uns in der kleinen Holzhuette „Bekkestua“ ein. Diese befindet sich ca 7,5 km von Glitre im Nittedal. Dorthin sind wir von dem Oslostadtteil Røa (wo Katrin ihr Zimmer hat) mit T-Bahn und Bus gekommen, vollgepackt und erwartungsvoll.

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Wandertour

ryggsekk.jpgNein, ich møchte hier keine Werbung fuer Leibniz Kekse machen 🙂 Diese werden u.a. unsere Staerkung auf der bevorstehenden 2 Tages Wandertour in der Nordmarka sein. Meine Freundin Katrin, die derzeit in Oslo am Universitaetskrankenhaus hospiziert, hat mich eingeladen. Morgen nach der Arbeit geht es mit dem Bus in die Hauptstadt nach Oslo und am Samstag weiter mit dem Zug nach Romeriksåsene. Dann wird mal wieder so richtig gewandert. Ziel ist eine Hytte ganz in der Natur.

Wie lange ist es her, dass ich / wir sowas gemacht haben? Zu lange. Daher bin ich ganz aufgeregt und freue mich. Das Wetter soll trocken bleiben. Wollsachen gegen Auskuehlen sind mit dabei. Und der richtige Fotoapparat muss mit. Handy wird nur im Notfall angeschalten. Wir gehen mal offline – mit Keksen 🙂

Bis bald. Euch allen ein schønes Wochenende.

Bewegung

Bauch – Beine – Po werden ja in den Ferien bekanntermassen wenig beansprucht. Daher war es am Sonntag mal an der Zeit sich wieder zu bewegen und eine Tour zu machen. Darauf freut sich der Calle immer ganz besonders 🙂 Um den Eifer etwas zu daemmen, bin ich stets bemueht Touren zu finden, die gerade so fuer einen guten Nachmittag passen. Drei Stunden laufen und teilweise klettern, so wie heute, waren dann schon grenzwertig fuer meinen Begleiter 🙂

Gleich neben der E39 kurz vor Kristiansand geht ein Waldweg bei Fidjane ab nach Øyliheia. Die Tour ist mit 6 km und ca 3 Stunden Wanderung ausgewiesen. Der Waldweg beginnt sehr idyllisch trotzt dem Strassenlaerm, den man noch ein gute Weile hørt. Und so pløtzlich steht man in einer wunderschønen gruenen Oase, umgeben von hohen Felsen und blanken Seen (so jedenfalls der erste Eindruck). Folgt man den blauen Markierungspunkten kann man sich kaum verlaufen. Es gibt mehrere Møglichkeiten, die Route unterwegs zu aendern und einen anderen Weg einzuschlagen. Wir bleiben aber dabei dass wir auf den Aussichtspunkt Øyliheia von 161 m Høhe wollen. Es war eine tolle Wanderung, welche die Beinmuskulator durchaus angesprochen hat.

Auf dem Rueckweg bekamen wir dann leichten Hunger und „mussten“ uns Sushi aus Vågsbygd (Kristiansand) mitnehmen. Dazu ein guter Wein und …. das Traningsniveau ist wieder gesunken 😉

Nehmt euch Zeit zum Laufen und Wandern. Das regeneriert Kørper und Seele.

Hier kønnt ihr Bilder von der Tour sehen: Tour Øyliheia

 

Sommersonnenwende 

Es war grau, regnete und die sommerliche Wärme war nicht zu spüren. Aber das ist nur die Natur. Wir fühlten uns gut aufgehoben nach einer 2 Stunden Tour im Boot von Unn und Helge samt ihren Freunden. Auf Langenes (Søgne) bei Judith Und Ole Bent feierten wir Sankt Hans. Wir können uns wirklich glücklich schätzen. ❤

Danke an Unn und Helge fuer eine sichere zweistuendige Bootreise.

 


Die Rückfahrt war stürmisch und wir waren froh dass wir bei einer solch langen Tour unser Boot stehen gelassen haben.